Veröffentlicht: 25.01.13
Campus

Ralph Eichler präsidiert IARU

Die International Alliance of Research Universities IARU ist seit Beginn 2013 unter Schweizer Führung. Der neue Vorsitzende der Allianz, ETH-Präsident Ralph Eichler, traf seinen Vorgänger, Professor Tan Chorh Chuan, Präsident der National University of Singapore, zur Stabsübergabe in Davos.

Martina Maerki
Universitäts-Präsidententreffen im Umfeld des World Economic Forum: Professor Tan Chorh Chuan, Präsident der NUS, und ETH-Präsident Ralph Eichler. (Bild: Anders Hagström / ETH Zürich)
Universitäts-Präsidententreffen im Umfeld des World Economic Forum: Professor Tan Chorh Chuan, Präsident der NUS, und ETH-Präsident Ralph Eichler. (Bild: Anders Hagström / ETH Zürich) (Grossbild)

Das Amt als Vorsitzender der International Alliance of Research Universities IARU hat ETH-Präsident Ralph Eichler offiziell seit 1. Januar 2013 inne – nun fand die inoffizielle Stabsübergabe statt. Professor Tan Chorh Chuan, Präsident der National University of Singapore NUS und bisheriger Vorsitzender der Allianz, traf gestern seinen Amtsnachfolger anlässlich des World Economic Forums in Davos zum Gedankenaustausch.

Dass das Treffen vor dem Hintergrund des WEF stattfand, ist nicht nur Zufall. Die International Alliance of Research Universities IARU ist ein Zusammenschluss von zehn international hervorragenden Forschungsuniversitäten mit ähnlichen Visionen und Zielen im Bereich der Hochschulbildung und der Ausbildung zukünftiger internationaler Führungskräfte (siehe Kasten). Gemeinsam möchte die Allianz zur Lösung der grossen Herausforderungen, denen die Weltgemeinschaft heute gegenübersteht, beitragen. Ziel ist zudem ein enger Erfahrungs- und Wissensaustausch. «Wir haben viele nützliche Partnerschaften gegründet und arbeiten eng mit Hochschulangehörigen auf allen Ebenen unserer Institutionen zusammen. Innerhalb der IARU haben wir ein hohes Mass an Vertrauen geschaffen», blickt Tan Chorh Chuan auf die vergangenen Jahre zurück

Nachhaltiger Austausch auf allen Ebenen

Das IARU Global Summer Program, das jährlich Studierende aus allen beteiligten Hochschulen in internationalen Workshops zusammenführt, ist ein Vorzeigeprojekt der bisherigen IARU-Aktivitäten. Im Rahmen der nächsten Ausgabe dieser Sommerschule wird ETH Sustainability 2013 einen Kurs in Singapur organisieren. Für Nachhaltigkeit engagieren sich die IARU-Universitäten aber nicht nur in Lehre und Forschung, sondern auch ganz konkret im Hochschulbetrieb. Seit 2007 setzen sich die beteiligten Hochschulen gemeinsam für einen nachhaltigen Universitätsbetrieb ein und haben Standards zur Reduktion ihrer CO2-Emissionen entwickelt und festgelegt.

Die Qualität der Hochschulen in einem global vernetzten Umfeld auch für die Zukunft zu sichern, sieht ETH-Präsident Ralph Eichler als weiteres wichtiges Anliegen seiner kommenden Amtszeit als Vorsitzender der Allianz. «Der politische und soziale Hintergrund ist in Asien, Europa, Australien und Nordamerika völlig unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht nur diese Unterschiede verstehen, sondern auch voneinander lernen. Dank IARU haben wir die Möglichkeit, Hochschulsysteme aus vier Kontinenten mit Informationen aus erster Hand miteinander zu vergleichen», sagt Ralph Eichler.

Im März werden sich Vertreter der Hochschulen in Peking zum Thema Technologietransfer austauschen. Ein Treffen im Oktober an der ETH Zürich widmet sich dem Thema Gleichstellung. Bei einem weiteren Treffen sollen Fragen im Zusammenhang der zunehmenden Globalisierung der Forschungsfinanzierung im Mittelpunkt stehen. IARU möchte sich zudem verstärkt dafür einsetzen, dass der Wert von Grundlagenforschung in der Gesellschaft besser anerkannt wird. Zum starken Netzwerk der Hochschulen tragen auch ihre Alumni bei. 2013 wird erstmals ein gemeinsamer Alumni-Event in San Francisco stattfinden.

Hochschulallianz IARU

Die International Alliance of Research Universities IARU wurde Ende 2005 gegründet und umfasst die folgenden Hochschulen: The Australian National University, ETH Zürich, National University of Singapore, Peking University, University of California, Berkeley, University of Cambridge, University of Copenhagen, University of Oxford, The University of Tokyo und Yale University.

 
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