ETH-Strategie 2012-2016: Nachhaltiges Wachstum als Grundsatz
Alle vier Jahre veröffentlicht die ETH Zürich ihre Strategie: Für die Jahre 2012 bis 2016 setzt sie auf nachhaltiges Wachstum in Lehre, Forschung und Dienstleistung sowie auf eine Hochschulkultur, die innovatives Forschen und Arbeiten fördert und die Umsetzung kreativer Ideen ermöglicht.
Die ETH Zürich will in den
nächsten vier Jahren grundlagenorientierte Lehre und Forschung auf höchstem
Niveau betreiben und kompetent die zukünftigen Verantwortungsträger in Technik
und Naturwissenschaft ausbilden. In einem
rund sechsminütigen Podcast führt ETH-Präsident Ralph Eichler durch die Schwerpunkte der Strategie.
Die ETH Zürich positioniert sich als eine Hochschule, die
sowohl in der Schweiz verankert als auch mit der internationalen Wissenschaft
vernetzt ist. «Die Strategie 2012-2016 baut
auf den Stärken und Qualitäten der ETH auf und legt dar, wie sie sich im Kreis
der weltbesten Spitzenhochschulen behaupten kann», sagt David Gugerli,
Professor für Technikgeschichte und Präsident der Strategiekommission der ETH
Zürich.
Nachhaltiges Wachstum
Wesentlich für die ETH-Strategie ist der Gedanke des nachhaltigen Wachstums. Der Grundsatz der Nachhaltigkeit gilt gleichermassen für Berufungen, Professuren, Studiengänge, Forschungsschwerpunkte, Bauten und Personalentwicklung. «Das Nachhaltigkeitsziel ist eng mit den Prinzipien der Subsidiarität und der finanziellen Eigenverantwortung der Departemente und Professuren verknüpft. Die ETH lebt von den Kompetenzen ihrer Leistungsträger», sagt David Gugerli.
Die Zukunftsplanung der ETH geht von einem moderaten Gesamtwachstum aus. Gemäss diesem Wachstumsszenario würde die ETH im Jahr 2020 rund 20‘000 Studierende, 1000 Professorinnen, Professoren und Senior Scientists sowie ein Budget von zwei Milliarden Franken umfassen. Dazu müssen allerdings auch Rahmenfaktoren wie der Finanzierungsbeitrag des Bundes stimmen.
Vor allem das Studierendenwachstum
und die Erfolge in der Forschungs- und Innovationsförderung machen es notwendig,
dass die ETH weiter in Personal und Infrastrukturen investieren muss, wenn sie
bei der Qualität von Lehre und Forschung keine Abstriche machen will.
«Die Stärke der ETH-Ausbildung ist die forschungsbasierte Lehre, und dass die Studierenden in allen Fachgebieten die Grundlagen von Mathematik und Physik kennen», betont ETH-Präsident Ralph Eichler. Zur Strategischen Ausrichtung der ETH gehört deshalb auch, dass die Auswahl auf der Masterstufe nach Leistung und Kapazität erfolgt, und dass kostenintensive Forschungstechnologien künftig in departementsübergreifenden Plattformen organisiert werden.
Grundlagenforschung und Lehrqualität
Die ETH-Strategie 2012-2016
wurde in einem zweijährigen Prozess von der ETH-Strategiekommission gemeinsam
mit den Departementen, Zentralen Organen, Hochschulgremien und der Schulleitung
entwickelt und vom ETH-Rat genehmigt. «Dieses Wechselspiel zwischen
Schulleitung, Strategiekommission und ETH-Angehörigen führt zu einer Strategie,
mit der sich alle identifizieren können», sagt ETH-Präsident Ralph Eichler.
Zum selben Schluss kommt Roman Kappeler, der die Mittelbau-Vereinigung AVETH in der Kommission vertritt. Er freut sich, dass die neue Strategie für die Forschenden auch die Karrierealternativen zu einer Professur benennt, und dass die Anstellung des Personals für die Forschungsinfrastrukturen verbessert werden soll.
Jannick Griner vom Studierendenverband VSETH findet, dass die neue Strategie ein klares Bekenntnis zur Qualität der Lehre enthält: «Das bedeutet, dass alle Studierenden auch in zehn Jahren eine exzellente Ausbildung und einen international renommierten Abschluss erhalten werden.»
Strategiepodcast und Strategiebroschüre online
Die
Strategiebroschüre «ETH Zürich. Strategische Ausrichtung» ist auf Deutsch,
Englisch und Französisch erschienen und auf einer eigenen Webseite publiziert. In siebzehn Kapitel, die jeweils mit Kernsätzen ergänzt
sind, informiert die Broschüre über das Selbstverständnis, die Werte, die
Führungskultur und die politisch-organisationalen Rahmenbedingungen der ETH
Zürich.
Ausführlich dargelegt werden die strategischen Ziele für Lehre,
Forschung, Wissenstransfer und nationale Dienstleistungen (Konjunkturforschung,
Erdbebendienst, Supercomputing und Pflege von nationalem Kulturgut) sowie für
die Planung von Räumen, Infrastruktur, Finanzen und Kommunikation.
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