Kolumne Elsbeth Stern: Warum rufen gewisse Fächer keine Begeisterung hervor?

Interessanter Artikel, der mehrere Punkte anschneidet. Zur Bemerkung im 2. Paragraph “Entweder haben wir in diesen Fächern fast nur Lehrer, die zu ihrem studierten Fach ein sehr distanziertes Verhältnis haben, oder aber die fachliche Begeisterung allein reicht nicht aus” würde ich noch eine andere Dimension hinzufügen, und zwar die Art der Vermittlung des Lehrstoffes.
Fachliches Wissen sollte vorausgesetzt sein, Begeisterung ist sicher wichtig, aber die Überbringung des Lehrstoffes, die mentale und physische Einbindung der Studenten in der Erarbeitung des Stoffes, der Bezug zum realen Leben und Anwendungspraktika sind meiner Meinung nach unterbewertet oder erhalten nicht die notwendige Beachtung. Es hat einen Grund warum Fächer wie Mathematik, Physik und Chemie keine Begeisterung hervorrufen.
Was sind Physik und Chemie ohne Mathematik? Es bedarf einer Methodik, die die Fähigkeit zum selbstständgen Lernen fördert, kritisches Denken einsetzt und die Lernfähigkeit der Studenten unterstützt, d.h. studentenbezogen ist. Es ergibt sich daraus, dass 1. die Studenten die Interkonnektivität ihrer Lernens und Wissens verstehen, 2. ihre Allgemeinbildung gefördert wird, 3. Strategien für selbständiges Lernen, kritisches Denken und die Anwendung des Gelernten erarbeitet werden. Ziel sollte sein, nicht nur das fachliche Wissen zu vermittelten, sondern gleichzeitig die Studenten in ihrer Gesamtheit zu fördern.

Margarete Froelicher - 14.12.11

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