Kolumne Elsbeth Stern:

Danke für diesen Artikel. Frau Sterns Fazit kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen und auch die Studie über die Karbi und die Khasi weist darauf hin, wie sehr Fähigkeiten von Förderung oder Hemmung abhängen. Explizit bestätigt (IMO) wird die Autorin auch durch eine neue Studie: http://www.news.wisc.edu/releases/17054.

Wo ich zögere zuzustimmen, ist die Zeitangabe "40'000 Jahre" für den Zahlensinn, denn er hängt wohl mit der Sprache zusammen. Dann fallen mir die Sediba-Australophitecinen ein, deren Hirn im Grobmuster schon mit unserem übereinstimmt. Und weil ich, wohl ähnlich wie Frau Stern, denke, dass Mathematik-Kompetenzen mit der Fähigkeit zu logisch-strukturiertem Denken ("unserer spezifischen menschlichen Intelligenz") zusammenhängt, bezweifle ich, dass 40'000 Jahre der richtige Zeitrahmen sind. Sicher, damals erfand der Cromagnon die Symbolik als Vorläufer der Schrift als personenunabhängige Kommunikationsform, aber die Fähigkeit zu strukturiertem Denken hängt sicher mit der Sprachentwicklung zusammen und die wird weiter und weiter in die Vergangenheit verschoben. Wo ich widerspreche, sind die 3000 Jahre erster Spuren - ca 6.000 v.Chr. wurden in Lepenski Vir Häuser nach kreisgeometrischen Kriterien gebaut, Foundations of house No. 37. Auch sind Handelsbeziehungen zwischen Kontinenten seit mehreren Tausend Jahren bekannt. Und ist Handel ohne Rechnen überhaupt möglich?

Bevier, bevier@bussole.de - 15.12.11

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