Gemeindezentrum: Für wen?

Das Haus nützt den beiden Architekten mehr als den Leuten in der Favela. Deren Problem ist ja nicht, das sie keine Grossleinwand zum Fussball kucken haben, sondern keine Perspektive. Wenn die ein Haus mit den dort lebenden Handwerkern und denen, die mal welche werden wollen gebaut hätten, und dann vielleicht noch mit den Materialien, die die sich auch sonst leisten können, dann wäre das vielleicht was.

Und wenn sie noch die Kohle locker machen ein paar kompetente Leute in dem Haus für ein paar Jahre arbeiten zu lassen. Aber hey, dass die jetzt Wasser, eine Bushaltestelle, Abwasser und sowas haben, das ist doch echt keine Sache mit der man sich rühmen kann. Das ist doch selbstverständlich, das die Stadt endlich mal da eine Leitung hin legt. Aber von einer Betonfirma kann man ja nichts anderes erwarten. Die freuen sich doch über jeden neuen Staudamm, den die in den Dschungel zimmern können.

Hans Buerger - 21.10.11

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