Junge Unternehmen der ETH haben Nase vorn
Die Solothurner W.A. de Vigier Stiftung zeichnete fünf erfolgversprechende Jungunternehmen aus, vier davon mit ETH-Hintergrund. Sie erhielten eine schöne Summe zum Aufbau ihres Geschäfts.
Mit Spannung verfolgten Unternehmerinnen und Unternehmer, Investoren und Förderer von Jungfirmen, die Preisverleihung der W.A. de Vigier Stiftung. Fünf Firmen, vier davon mit Wurzeln an der ETH Zürich, kamen schliesslich in den Genuss von je 100‘000 Franken Preisgeld: Malcisbo, GetYourGuide, ViSSee und Skybotix sowie das Jungunternehmen Abionic, das aus der EPF Lausanne hervorgegangen ist.
Überzeugende Geschäftsideen
Malcisbo hat einen Impfstoff gegen das Bakterium Campylobacter entwickelt, welches Masthühner befällt und für den Menschen schädlich ist. Auch Skybotix, ein weiterer Spin-off der ETH Zürich, überzeugte die Jury. Die Firma hat mit einem intelligenten Flugroboter Aufsehen erregt. Das ebenfalls aus der ETH hervorgegangene Unternehmen GetYourGuide hat seinen Sitz im Technopark Zürich. Über sein Internetportal lassen sich Ausflüge aller Art buchen. Die Firma ist im Markt erfolgreich und beschäftigt 30 Mitarbeitende. Einer der Preise ging ins Tessin an die ViSSee GmbH, die mit ihrem speziellen Temposensor auf weltweites Interesse stösst. Auf Allergieschnelltests für Arztpraxen hat sich die Lausanner Jungfirma Abionic spezialisiert. Nominiert für den Preis waren die Projekte von Attolight, CAScination, compliant concept, daCarbo und PainHawk, die ihre Geschäftsideen an der Preisverleihung vorstellen konnten.
Zum zweiten Mal vergab die Stiftung den Titel «Jungunternehmerförderer des Jahres». Preisträger 2011 ist Thomas von Waldkirch, ehemaliger Leiter der Stabstelle Forschung der ETH Zürich. Der Präsident der Stiftung Technopark Zürich hat die Idee der Brutstätten für Jungfirmen in der Schweiz vorwärts gebracht und die Gründung des ersten hiesigen Technoparks in Zürich initiiert. Von Waldkirch engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für Schweizer Start-ups.
Wettbewerb in Zukunft offener
Der 1989 erstmals verliehene Gründerpreis ist die höchstdotierte und bedeutendste Auszeichnung für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer in der Schweiz. Die Firmengründer erhalten nicht nur jeweils 100'000 Franken à fonds perdu, sondern profitieren auch von der langfristigen Begleitung durch den Stiftungsrat. An der Preisverleihung wartete Stiftungspräsident Moritz Suter mit Neuerungen auf. So ist der Gründerpreis künftig nicht mehr nur Schweizer Bürgern vorbehalten. Auch Kandidatinnen und Kandidaten mit einem ausländischen Pass, aber einem Wohnsitz in der Schweiz und tätig in einer schweizerischen Firma, können sich bewerben. Zudem wird die Altersgrenze von 45 Jahren in Zukunft weniger strikte gehandhabt.
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