ETH Spin-offs auch europaweit top
Zwei ETH-Spin-offs, die für ganz unterschiedliche Verwendungen Software entwickeln, sind unter den Gewinnern der europäischen ACES-Awards. Weitere zwei Jungunternehmen der ETH Zürich schafften es ins Finale.
150 Jungunternehmen, die ihre Geschäftsideen an Hochschulen entwickelten, hatten sich für die dritte Auflage der ACES-Awards beworben. In die Finalrunde der besten 15 schafften es auch vier ETH-Spin-offs. Eine international zusammengesetzte Jury erkor schliesslich die Besten in fünf Kategorien. Dabei gewannen die beiden ETH-Spin-offs Mirasense und Dybuster in den Kategorien «Fast Start» und «ICT». Zwei weitere Awards holten sich Spin-offs der Universität Cambridge in den Kategorien «Life Sciences» und «Materials/Chemistry». Ein Jungunternehmen der israelischen Bar Ilan University erhielt den dieses Jahr speziell vergebenen «GE Smart Grid Award».
Barcodes scannen und Therapiesoftware
Die Gründer von Mirasense haben eine Anwendung für Handys entwickelt, die Barcodes von Produkten einscannt und innert Sekunden zusätzliche Informationen liefert. Konsumentinnen und Konsumenten können beim Einkauf so schnell und einfach Preise vergleichen, Inhaltsstoffe überprüfen oder nachlesen, wie ihre Freunde das Produkt bewertet haben. Da die Software von Mirasense auch unscharfe Barcodes erkennt, funktioniert sie nicht nur für Smartphones, sondern auch für normale Handys.
Wie Mirasense entwickelt auch Dybuster Software, allerdings in einem ganz anderen Bereich. Das aus einem Forschungsprojekt am Departement Informatik entstandene Jungunternehmen entwickelt eine Therapiesoftware, welche die Rechtschreibeleistung von Legasthenikern verbessert und bereits an verschiedenen Schweizer Schulen zum Einsatz kommt.
CO2 binden und dreidimensionale Zellkulturen
Unter die letzten drei in der Kategorie «Fast Start» schaffte es auch der Spin-off Climeworks. Das Jungunternehmen hat ein Verfahren entwickelt, das CO2 aus der Luft energieeffizient und solarbetrieben bindet und als nützlichen Rohstoff wieder freigeben kann, zum Beispiel für den Betrieb von Treibhäusern.
Der vierte ETH-Finalist InSphero produziert und vertreibt neuartige dreidimensionale Zellkulturen, die als Modell in der pharmazeutischen und biomedizinischen Forschung verwendet werden.
«Dass es vier ETH-Spin-offs in den Final der besten drei ihrer Kategorie schafften und zwei in ihren Kategorien siegten, freut mich sehr. Ich gratuliere allen zu den Finalplätzen und hoffe, es spornt weitere Forschende an, Unternehmer zu werden und den Mut aufzubringen, auch einmal ein Risiko einzugehen», sagte ETH-Präsident Ralph Eichler nach der Preisverleihung.
Erstmals mit EU-Unterstützung
Die ACES Awards werden seit drei Jahren von Science Business, einem in London und Brüssel ansässigen Medienunternehmen verliehen. Teilnahmeberechtigt sind alle Jungunternehmer, die an einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut entwickelte Technologie einsetzen. Die ACES Awards werden für die verschiedenen Kategorien vergeben. In diesem Jahr wurde die Preisverleihung und die damit verbundene Konferenz erstmals vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) unterstützt. Konferenz und Preisverleihung fanden in Zürich statt.
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