Veröffentlicht: 16.12.10
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Vier ETH Spin-offs unter den Finalisten

Für den europäischen Spin-off-Preis ACES haben sich vier ETH-Jungunternehmer qualifiziert. Sie gehören zu den Finalisten für die Preisverleihung an der ETH Zürich am 3. Februar 2011.

MM/tl
Christoph Gebald (links) und Jan Wurzbacher sind mit ihrem Spin-off Climeworks Anwärter auf den europäischen Spin-off-Preis ACES. (Bild: ETH Zürich)
Christoph Gebald (links) und Jan Wurzbacher sind mit ihrem Spin-off Climeworks Anwärter auf den europäischen Spin-off-Preis ACES. (Bild: ETH Zürich) (Galerie)

Im Februar wird an der ETH Zürich der europäische Spin-off-Preis ACES (Academic Enterprise Awards) verliehen. Bei diesem jährlich stattfindenden Wettbewerb werden europäische Jungunternehmen aus dem universitären Umfeld in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Von den 18 Finalisten stellt die ETH allein vier Unternehmen. Hierzu gehören neben «InSphero» auch «Dybuster», «Climeworks» und «Mirasense».

Dreidimensionale Zellkulturen

InSphero wurde als Spin-off des Bio-Engineering Laboratory von ETH-Professor Andreas Hierlemann und dem Kompetenzzentrum für Angewandte Biotechnologie und Molekulare Medizin der Universität Zürich gegründet. Die junge Firma vertreibt dreidimensionale Zellkulturen, die in hängenden Tröpfchen gezüchtet werden. In den Tröpfchen lassen sich vielzellige kugelförmige Gebilde eines beliebigen Zelltyps heranziehen. Die nominierte Firma Dybuster hat ein Programm entwickelt, das Personen mit einer Lese-Rechtschreibschwäche hilft. Der Erfolg des Lernsystems wurde in mehreren wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Das Training mit Dybuster verbessert die Lese- und Rechtschreibfähigkeit von Kindern mit Legasthenie innerhalb von drei Monaten im Durchschnitt um über 30 Prozent.

Kohlendioxid filtern

Sie könnten eine der grössten Herausforderungen der Menschheit bewältigen: Die beiden ETH-Doktoranden Christoph Gebald und Jan Wurzbacher wollen mit ihrem ETH-Spin-off Climeworks Kohlendioxid aus der Luft filtern – und das umweltfreundlich und emissionsfrei. Mit dem von ihnen entwickelten Apparat soll das CO2 aus der Luft eingefangen und danach als Rohstoff ausgeschieden werden. Soweit ist ihr Projekt allerdings noch nicht: Zunächst nsoll die Technik in Treibhäusern getestet werden.

Barcodes scannen

Das Mirasense-Team hat eine Software für Handys entwickelt, mit der man Barcodes scannen kann und so Informationen über das betreffende Produkt erhält. Bisher war dies nur mit iPhones möglich. Nun können Konsumenten auch auf einem normalen, ohne Autofokuskamera ausgestatteten Handy innerhalb von Sekunden ablesen, was in einem Produkt enthalten ist. Denn die Software von Mirasense erkennt auch unscharfe Barcodes.

Der ACES-Preis wird von Science-Business, einem in London und Brüssel ansässigen Medienunternehmen verliehen. Teilnahmeberechtigt sind alle Jungunternehmer, die an einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut entwickelte Technologie einsetzen. Die beteiligten Spin-offs kommen aus den Bereichen Life Science, Informations- und Kommunikationstechnologie, Chemie, Materialwissenschaften, Energie und Umweltwissenschaften.

 
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