Expertenbericht öffentlich gemacht
Die ETH Zürich veröffentlicht den Expertenbericht, der im Auftrag der Schulleitung erstellt wurde und auf die Umstände eines Falls von Datenmanipulation eingeht, der sich vor rund zehn Jahren in einer Gruppe von Peter Chen, Professor für Physikalisch-Organische Chemie, zugetragen hatte.
Aus Gründen der Transparenz wollte die ETH Zürich den Expertenbericht schon im vergangenen Herbst veröffentlichen. Ein involvierter Doktorand verhinderte dies mittels einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Das Gericht hält inzwischen in einem ersten Entscheid von Ende Dezember 2009 fest, dass die ETH Zürich den Expertenbericht grundsätzlich veröffentlichen darf, aber nur in derart anonymisierter Form, «dass keine Rückschlüsse auf Dissertation und Person des Beschwerdeführers gezogen werden» können. Die ETH Zürich kommt dieser gerichtlichen Auflage nun nach und veröffentlicht heute den Bericht mit entsprechend abgedeckten Stellen. (Bericht siehe unten) Bei den verdeckten Stellen wurden verschiedene Farben verwendet, um den Text besser lesbar zu machen: Blau = Dissertand, Grün = Molekül 1, Gelb = Molekül 2, Schwarz = Diverses, Rot und Grau = weitere Personen in der Forschungsgruppe.
Über den Fall der Datenmanipulation hatte die ETH Zürich in einer Medienmitteilung vom 21. September 2009 berichtet. Als damaliger Forschungsleiter, in dessen Gruppe gewisse Daten zwischen 1999 und 2000 manipuliert worden waren, zog Professor Peter Chen die Konsequenzen und trat im September des vergangenen Jahres vom Amt des Vizepräsidenten Forschung und Wirtschaftsbeziehungen zurück.
- 26.02.10: Expertenbericht: Poor Competence and Superficiality
- 16.02.10: Expertenbericht: Begrüssenswert
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