Veröffentlicht: 16.12.09
Hochschulversammlung

Mitarbeitende – Stützen des Betriebs

Nun liegen konkrete Vorschläge auf dem Tisch, wie die Wertschätzung des administrativen und technischen Personals der ETH verbessert werden kann. Auch Massnahmen zur Stärkung der Senior Scientists liegen vor – Diskussionsstoff der letzten Plenarversammlung der Hochschulversammlung im Jahr 2009.

Norbert Staub
Die Hochschulversammlung diskutierte, wie Senior Scientists gestärkt werden können. (Bild: iStockphoto.com/rzdeb; Josef Kuster/ETH Zürich)
Die Hochschulversammlung diskutierte, wie Senior Scientists gestärkt werden können. (Bild: iStockphoto.com/rzdeb; Josef Kuster/ETH Zürich) (Galerie)

Aus Sicht der Hochschulversammlung (HV) fand das Jahr 2009 mit der Sitzung vom 26. November bereits seinen Abschluss. So zielte die Mitteilung von HV-Präsident Jürg Dual zur strategischen Planung des ETH-Rats für die Jahre 2012 bis 2016 auch schon ins neue Jahr – und darüber hinaus: Ab Anfang Februar 2010 sollen die Institutionen dazu Stellung nehmen können, das heisst auch die HV. Erwartet werden die Rückmeldungen zu dieser zentralen Weichenstellung im März. Es stünden also spannende und intensive Monate bevor, sagte Jürg Dual.

Wegweisend ist auch die ETH-Ratssitzung im Dezember, im Besonderen in Bezug auf zwei Schlüsselpositionen. Wie Markus Stauffacher, Vertreter der Mitarbeitenden beider ETH im Rat berichtete, bestimmt der ETH-Rat dabei neben der Nachfolge von Giorgio Margaritondo, dem Vice-président Académic Affaires der EPFL, auch die Nachfolge von Peter Chen als Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der ETH Zürich. Ebenfalls noch im Jahr 2009 werde der ETH-Rat 5,3 Millionen Franken als Arbeitgeber-Einmaleinlage ans Vorsorgewerk ETH-Bereich überweisen, sagte Stauffacher. Freuen darüber dürfen sich die bisher eher benachteiligten Publica-Versicherten ab 45 und ab 55 Jahren. Angesichts der finanziell unsicheren Grosswetterlage ist es erfreulich, dass Markus Stauffacher von Entscheidungsträgern in Bern versichert wurde, dass der ETH-Bereich bis zum Jahr 2011 von Kürzungen wohl verschont bleibt.

Massnahmen für mehr Wertschätzung

Zu zwei Themen, die von der HV im Jahr 2009 intensiv diskutiert wurden, haben Arbeitsgruppen nun Massnahmen vorgeschlagen: Zum einen betreffen sie die Förderung der Wertschätzung von administrativen und technischen Mitarbeitenden. Das Sabbatical für diesen Kreis ist bereits Tatsache; weiter regt die Arbeitsgruppe unter anderem an, die Fortbildung intensiver zu fördern, den Anteil des nicht-akademischen Personals an Forschungsresultaten besser zu würdigen oder den Stellenwert des Personalgesprächs zu steigern. Gut aufgenommen wurde die Idee, das Thema mit einem neuen Preis zu profilieren, hingegen kritischer, es in spezifischen Kursen zu schulen. Das Plenum fand, die Gedanken müssten noch weiter entwickelt werden, bevor sie der Schulleitung vorgelegt werden.

Rückgang bei Senior Scientists stoppen

Die Arbeitsgruppe «Höherer Mittelbau» brachte in ihrem Papier den substanziellen Rückgang der Zahl von fest angestellten wissenschaftlichen Mitarbeitenden aufs Tapet (30 Prozent seit 2003) – ein Problem, das HV-Präsident Jürg Dual am ETH-Tag ins Bewusstsein rief. Die frühere Schulleitung hatte die Absicht, nach einer Emeritierung und bei Neuberufungen beim Personal möglichst flexibel zu bleiben und bestimmte, dass Senior Scientists höchstens fünf Jahre jünger als ihr Professor sein dürfen. Damit habe man übers Ziel hinausgeschossen, es bestehe die Gefahr, dass wichtiges Know-how verloren geht. Diese Klausel aufzuweichen, liege nahe, sie berührt aber den strategischen Bereich des Präsidenten, so der Tenor. Das Plenum entschied, vor weiteren Schritten das Gespräch mit Ralph Eichler zu suchen.

 
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