Wirtschaftspreis: Aluminium einfach und ohne Schwachstellen fügen

Da bin ich aber mächtig gespannt darauf, wie dieses neue Verfahren aussieht, und wie es anzuwenden ist.

So hat man doch seit vielen Jahren schon geforscht (vielleicht auch zu wenig tief) und probiert und verbessert. Aber etwas Besseres als unter einem Schutzgasmantel die Oberfläche aufschmelzen und mit zusätzlichem Material zu versorgen, konnte man nicht erreichen.

So kennen wir die TIG-Verfahren mit dem Lichtbogen ab einer sauber gespitzten Wolfram-Elektrode unter Schutzgas und der Zufuhr von Schweissgut mittels eines abschmelzenden Stabes.

Die MIG-Verfahren erzeugen den Lichtbogen gleich direkt mit dem vorstossenden Materialdraht, ebenfalls unter einem Schutzgasmantel. Drahtgeschwindigkeit so um die 10 bis 15 cm pro Sekunde bei einer Drahtdicke von ca. 1 mm.

Ein grosses Problem beim Alu-Schweissen besteht darin, dass die Oxydationsschicht recht stabil ist, und man hinter dem Lichtbogen kaum sieht, wann das Material wegzufliessen beginnt wie ein Bächlein.

Eine ganz andere Art um Aluminium zu fügen ist die Klebetechnik, mit entsprechend hoch entwickelten Klebern. Seit Jahrzehnten schon werden Flugzeug-Hüllen nicht mehr zusammengenietet, sondern geklebt, und erreicht damit viel bessere Festigkeitswerte.

Ich bin wirklich gespannt darauf, welche neue Fügemethode da entwickelt wird.
Bahnbrechende Erfindungen sind heute wesentlich schwieriger geworden, da an jedem Problem schon Dutzende von Spezialisten und Forschern gearbeitet haben.

Hans Wiederkehr - 25.08.09

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