Förderpreis für drei ETH-Jungunternehmen
Am Donnerstag ehrte die W.A. de Vigier-Stiftung fünf junge Unternehmen mit einem Förderpreis in der Höhe von je 100'000 Franken. Drei davon sind die ETH-Start-ups Celeroton, Optotune und Zurich Instruments.
Siebzig
Start up-Firmen hatten sich ursprünglich für den Förderpreis der W.A. de Vigier
Stiftung für Schweizer Jungunternehmer beworben. Zehn durften ihre Firma vor dem
Stiftungsrat präsentieren, der derzeit vom ehemaligen Crossair-Chef Moritz
Suter präsidiert wird. Fünf erhielten schliesslich den Preis von 100'000
Franken plus 10'000 Franken Beteiligung in Form von Aktienkapital.
Unter den fünf Preisträgern sind gleich drei ETH-Start-ups: «Celeroton», «Optotune» und «Zurich Instruments». Vertreter dieser Firmen durften am vergangenen Donnerstag in Solothurn den Preis vor 200 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik in Empfang nehmen.
Nützliche Erfindungen
Die Geschichte von «Zurich Instruments» nahm 2007 im Labor von Andreas Hierlemann, Professor für Biosystems Engineering, ihren Lauf: Sadik Hafizovic, CEO und Spezialist für digitale Signalverarbeitung, Flavio Heer, der Mann für die Hardware, und Beat Hofstetter, der Softwarearchitekt, beschlossen, ihre «Erfindung», einen digitalen Lock-in-Verstärker, zur Marktreife zu führen und gründeten im April 2008 die Zurich Instruments AG (siehe auch ETH Life vom 22.12.08). Lock-in-Verstärker werden unter anderem in der Physik, der Bioimpedanz-Spektroskopie und für die Magnetresonanztomographie (MRI) verwendet.
Manuel Aschwanden, David Niederer und Mark Blum von «Optotune» ist es gelungen, die Muskelfunktion des Auges künstlich nachzubilden. Ihr Unternehmen präsentiert eine Linse, die formbar ist und dadurch nah und fern scharfstellen kann. Dadurch braucht sie zum Zoomen weniger Platz als ein herkömmliches Objektiv und eignet sich besonders für Kleingeräte wie Handys.
Der St. Galler Martin Bartholet und sein Zürcher Geschäftspartner Christof Zwyssig haben einen Elektromotor entwickelt, der bis zu einer Million Umdrehungen pro Minute erreicht. Mit dem ETH Spin-Off «Celeroton» bringen die beiden Jungunternehmer diese rekordschnelle Technologie auf den Markt. Davon profitieren beispielsweise Zahnärzte: Ihre Bohrer werden effizienter, kleiner und leichter.
Erfolgreiche Jungunternehmen
Die drei ETH Spin-Offs haben bereits mehrere Jungunternehmerpreise erhalten. Unter anderem nahmen alle am Förderwettbewerb «venture kick» teil und haben dabei die dritte Stufe erreicht, auf welcher sie je 100'000 Franken erhalten haben. «Optotune» wurde zudem mit dem ZKB Pionierpreis Technopark (vgl. ETH Life, 03.04.09) ausgezeichnet.
- 22.06.09: de Vigier-Preis: Gratulation
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