Maturastudie: Bildung ist öffentlich, also auch die Zahlen dazu
Endlich wagt es eine weltweit anerkannte Hochschule, Zahlen zu veröffentlichen, die Aussagen über ihre Studentinnen und Studenten machen - herzliche Gratulation! Es ist jetzt ein Gebot der Redlichkeit, dass zuerst in aller Ruhe überprüft wird, was eigentlich gemessen wurde und was man daraus lesen kann bzw. darf.
Der gemessene Wert und die zugehörige Interpretation sind in der Regel mindestens zwei paar Schuhe. Meine Hoffnung ist und bleibt es, dass die Diskussion über die Bildung generell und die gymnasiale im Besonderen damit einen neuen Schub erhält. Die Frage der Zielsetzung der gymnasialen Maturität als Vorbereitung auf die Hochschulen (nicht nur ETH, aber eben auch ETH) muss auch auf der Grundlage von Zahlen geführt werden. Die Schweiz hätte sie (alle Maturitätszeugnisse tragen einen Code, der Auskunft gibt, welche Schule es ausgestellt hat) - es müsste sie nur mal jemand auf Grund kluger Fragen zusammenstellen, publizieren und damit der öffentlichen Diskussion zugänglich machen.
Dies könnte vielleicht helfen, die Frage nach der "richtigen" gymnasialen Bildung differenzierter zu beantworten, damit das Engagement der Lehrpersonen und auch der Geldeinsatz in bestmöglicher Form den Jugendlichen und damit der Gesellschaft zu Gute kommt.
Pirmin Jans - 17.01.09
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