Transfer in Boston
Anfangs Juni fand in Boston der "TechConnect Summit" statt, eine internationale Messe für Technologietransfer-Agenturen, Unternehmen und Investoren. ETH Transfer war ebenfalls vor Ort und präsentierte drei Innovationen, die zur Lizenzierung angeboten wurden.
Das Hynes Convention Center in Boston stand vom 3. bis 5. Juni ganz im Zeichen des Technologietransfers. Hochschulen, Forschungsinstitute und Jungunternehmen hatten am „TechConnect Summit“ Gelegenheit, mit Unternehmern und Investoren aus aller Welt in Kontakt zu treten, potenzielle Zusammenarbeiten aufzugleisen und neuartige Technologien zur Lizenzierung anzubieten. Die Messe findet jährlich in Kombination mit den Konferenzen „NSTI Nanotech“, „Clean Technology“ und „NSTI Bionano“ statt. ETH Transfer war als Teil des „Swissnanotech Pavilion“ ebenfalls vor Ort und suchte nach Lizenznehmern und Kooperationen für an der ETH Zürich entwickelte Technologien, die zum Patent angemeldet wurden.
ETH-Innovationen
Drei Innovationen wurden vor Ort präsentiert: Die „Micro-SOFC”, eine leistungsstarke Mikro-Brennstoffzelle für tragbare Elektronikgeräte, entwickelt von der Gruppe Ludwig Gaucklers an der Professur für Nichtmetallische Werkstoffe in Kooperation mit weiteren Forschungspartnern. Die „Micro-SOFC” hat im Vergleich zu herkömmlichen Mikrobatterien eine höhere Energiedichte, kann schneller geladen werden und weist eine längere Lebensdauer auf. Die Technologie findet in Laptops, Digitalkameras oder medizinischen Elektrogeräten Anwendung. Weiter wurde der “Wearable Eye-Tracker” der Gruppe um Gerhard Tröster vom Institut für Elektronik demonstriert. Mit diesem Gerät, bestehend aus einer Brille und einem Taschencomputer, können Augenbewegungen, zum Beispiel für medizinische Zwecke, über eine längere Periode automatisch aufgezeichnet werden. Verwendung könnte dieses Gerät zudem in Computerspielen und Alltagselektronik finden. Die dritte in Boston ausgestellte Innovation, der „Imaging Adsorption Sensor” (IAS), wurde gleich von einem der Erfinder selbst vorgeführt. Tobias Balmer von der Professur für Oberflächentechnik zeigte Interessierten vor Ort, wie dank dem IAS Verbindungen von Molekülen zu Oberflächen im Nanometerbereich mit geringem instrumentellen Aufwand untersucht werden können. Da solche Daten insbesondere für die Entwicklung von Medikamenten und für die Diagnostik verwendet werden, interessierten sich viele Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen für Balmers Präsentation. „Ich war überrascht wie stark das Interesse für unseren IAS-Demonstrator am TechConnect Summit war“, freute sich Tobias Balmer nach der Messe.
Austausch mit Lizenzverantwortlichen des MIT
Für Matthias Hölling von ETH Transfer war die Messe in Boston eine einmalige Gelegenheit um potenzielle, internationale Lizenzpartner aus der Industrie zu treffen. Dazu wurde unter anderem ein viel beachteter Empfang am Schweizer Pavillon und ein Treffen mit Repräsentanten aus Hochschulen, der Politik und Industrie organisiert. Ebenfalls sehr wertvoll war für Marjan Kraak, Marketing Managerin bei ETH Transfer, ein Treffen mit den Technologietransfer-Kollegen des Massachusetts Institute of Technology (MIT). “Ich war begeistert, wie beim MIT praktisch jede Forschungsgruppe enge Kontakte zur Industrie unterhält, wodurch entwickelte Technologien rasch und unkompliziert an Wirtschaftsunternehmen lizenziert werden können. Diesen aktiven Austausch müssen wir auch in Zürich weiter ausbauen und dabei wird ETH Transfer eine Schlüsselrolle einnehmen.”
ETH Transfer: Hinaus in die Wirtschaft
ETH
Transfer unterstützt ETH-Angehörige bei allen Fragen zu Zusammenarbeiten mit
der Industrie, der kommerziellen Verwertung von Erfindungen, Patentanmeldungen
und Lizenzierungen sowie bei der Gründung einer Spin-off-Firma. Zudem ist ETH Transfer die Anlaufstelle für externe
Interessenten, die mit der ETH Zürich gemeinsam ein Forschungsprojekt
durchführen oder eine Technologie lizenzieren möchten. Mehr Informationen: http://www.transfer.ethz.ch/
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