Mehr Wohnraum für Studierende
Gestern wurde mit einem feierlichen Spatenstich durch Frau Wunderli- Allenspach, Rektorin der ETH Zürich, das Bauprojekt StudentHostel in Zürich Altstetten gestartet. Ab September 2009 werden Austausch-Studierenden 168 günstige Zimmer für die Mietdauer von ein bis zwölf Monaten zur Verfügung stehen.
Zurzeit studieren etwa 40 000 Studentinnen und Studenten an der ETH, der Universität und an den Fachhochschulen in Zürich. Viele kommen von ausserhalb und sind deshalb auf eine Wohnmöglichkeit, die ihren beschränkten Mitteln und ihren Bedürfnissen als Studierenden entsprechen, angewiesen. Dazu gehört zum Beispiel eine gute Anbindung des Wohnorts an die öffentlichen Verkehrsmittel. Kein leichtes Unterfangen in einer Hochpreis-Stadt wie Zürich. Gemäss Angaben der Mobilitätsstellen der Universität und ETH Zürich fehlten zu Beginn des Herbstsemesters 2007 rund 500 Zimmer für Mobilitätsstudierende. Aus diesem Grund initiierte die Stiftung für Studentisches Wohnen Zürich (SSWZ) den Neubau eines Wohnhauses für Austausch-Studierende. Nach langem Suche nach einem bezahlbaren Baugrund, wurde man in Altstetten schliesslich fündig.
Spatenstich zum neuen StudentHostel
In ihrer Funktion als Präsidentin der SSWZ vollzog Frau Wunderli-Allenspach, Rektorin der ETH Zürich, gestern Mittag den feierlichen Spatenstich mit einem grossen Bagger. „Durch die Umsetzung der Bologna-Reform und die damit wachsende Mobilität der Studierenden ist ein zusätzlicher Bedarf an kurzfristigen und kurzzeitigen Wohnmöglichkeiten entstanden“, betonte sie in ihrer Ansprache. Das StudentHostel solle helfen diesen Bedarf zu decken. Der Bau wird mit Unterstützung der Stadt, des Kantons, der studentischen Wohngenossenschaft (Woko) und der ETH Zürich realisiert. Ab September 2009 stehen die 168 Zimmer den Studierenden zum Preis von 500 Franken inklusive Nebenkosten zur Verfügung. Die Mietdauer ist auf mindestens einen Monat bis maximal zwölf Monate beschränkt.
Fast wie im Hotel
Der Betrieb des StudentHostels soll mit einem Hotel vergleichbar sein. Für Studierende gibt es in Zürich bis anhin kein derartiges Angebot. Die Woko wird ein zentralisiertes Hotelreservationssystem aufbauen, das über das Internet betrieben wird. Dies soll insbesondere ausländischen Studierenden die Zimmersuche erleichtern. Bei Ein- und Auszug, Formalitäten der Mietzinszahlung, Reinigung der allgemeinen Räume sowie sonstigen Problemen stehen der Betriebsleiter und die Hauswarte der Woko den Bewohnern hilfreich zur Seite. Auch Bettwäsche wird auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Die Reinigung der gemeinsamen Küche und der Studentenzimmer bleibt aber Aufgabe der Studierenden.
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