Veröffentlicht: 19.11.07

Ehrungen und Preise am ETH-Tag 2007

Traditionell werden am ETH Tag die Ehrendoktoren und Ehrenräte ernannt sowie die Medaillen für hervorragende Diplom- und Master-Arbeiten vergeben. Der Verband der Studierenden an der ETH (VSETH) vergab zum dritten Mal die Goldene Eule als Auszeichnung für Verdienste in der Lehre.

TL/NST
Mit dem Credit Suisse Award for Best Teachning 2007 wurde Otto Künzle ausgezeichnet (2.v.r.). Rechts von ihm: ETH-Rektorin Heidi Wunderli; ganz links: CS-Vizepräsident Hans Ulrich Doerig und VSETH-Präsidentin Gaby Blatter.
Mit dem Credit Suisse Award for Best Teachning 2007 wurde Otto Künzle ausgezeichnet (2.v.r.). Rechts von ihm: ETH-Rektorin Heidi Wunderli; ganz links: CS-Vizepräsident Hans Ulrich Doerig und VSETH-Präsidentin Gaby Blatter. (Grossbild)

„Die Verleihung von Preisen und Ehrungen gehört zu den Höhepunkten eines ETH-Tages“, sagte Rektorin Heidi Wunderli-Allenspach am ETH Tag vom vergangenen Samstag. In diesem Jahr konnte sie insgesamt 32 Medaillen für hervorragende Diplom- und Master-Arbeiten vergeben. Mit dem Willi-Studer-Preis für die besten Absolventinnen und Absolventen des vergangenen Studienjahres wurden insgesamt 26 Personen ausgezeichnet. Elf ETH-Angehörige konnten zudem Industrie- und Stiftungspreise entgegennehmen. Folgende Preise wurden vergeben: ABB-Forschungspreis, Baubetrieb-Förderungspreis, Georg A. Fischer-Preis, Hilti-Preis, Heinrich-Hatt-Bucher-Preis, Latsis-Preis und Otto-Jaag-Gewässerschutz-Preis.

Unabhängig und einflussreich

Professor Hector Garcia-Molina von der Stanford University (USA) erhielt den Ehrendoktor in Anerkennung seiner herausragenden akademischen Karriere und seiner zahlreichen Beiträge zur Computerwissenschaft. „Professor Garcia-Molina hat Generationen von Forschern gezeigt, wie universitäre Lehre und Forschung unabhängig von Mode und wirtschaftlichen Interessen erfolgreich betrieben werden kann und dabei einen bedeutenden Einfluss auf die Industrie und die Gesellschaft haben kann“, betonte Jürg Gutknecht, Vorsteher des Departements Informatik in seiner Laudatio.

Verdienter Risikoforscher

Ebenfall mit der Ehrendoktorwürde geehrt wurde Professor Ortwin Renn von der Universität Stuttgart. Er verfügt über eine mehr als 25-jährige Expertise in der Risikoforschung, der Technologiefolgenabschätzung sowie der Einbindung von Interessengruppen und der Öffentlichkeit bei der Lösung konfliktgeladener Themen. „Mit seiner wissenschaftlichen Leistung und seinen risikopolitischen Erfolgen ist er für das Departement Umweltwissenschaften und die ETH als Ganzes Vorbild und Ansporn zugleich“, begründete René Schwarzenbach, Professor am Departement Umweltwissenschaften, die Entscheidung.

Unermüdlicher Einsatz für die ETH

Marina de Senarclens wurde für ihren unermüdlichen und beispiellosen Einsatz, die Ingenieurwissenschaften wie auch das Berufsbild der Ingenieurin und des Ingenieurs in der ganzen Schweiz besser bekannt zu machen, zur Ehrenrätin ernannt. Rektorin Heidi Wunderli-Allenspach betonte: „Bei all ihren Aktivitäten liegt ihr die ETH besonders am Herzen; sie setzt ihr weites Beziehungsnetz ein, um Exponenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einander näher zu bringen und sich für die Anliegen der ETH einzusetzen. Mit ihrer charmanten, geduldigen und unermüdlich zielstrebigen Art hat sie sehr viel erreicht und wird wohl noch manchen ausgezeichneten Beitrag leisten“.

Vorbild für Weltoffenheit und humanitäres Engagement

Den Titel Ehrenrat der ETH Zürich erhielt auch Jakob Kellenberger, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Wie keine andere Persönlichkeit verkörpere er die weltoffenen und humanitären Seiten der Schweizer Aussenbeziehungen. Er habe überdies durch seine Lehrtätigkeit diese Ideale auch innerhalb der ETH Zürich systematisch verankert, heisst es in der Begründung zur Auszeichnung. Thomas Bernauer, Professor für Politikwissenschaft am Center for Comparative and International Studies (CIS) unterstrich, dass Jakob Kellenberger nicht nur durch seine Tätigkeit beeindruckt, sondern auch „in den persönlichen Begegnungen durch seine hervorragenden analytischen Fähigkeiten, seinen Mut zur Kritik und zu fundierten Forderungen als auch durch die Hinterfragung eigener Ansichten.“

Herausragende Lehrpersönlichkeiten

Der Verband der Studierenden an der ETH Zürich (VSETH) zeichnete zum dritten Mal besonders engagierte Dozierende für ihre Verdienste in der Lehre aus. Die begehrte Goldene Eule erhielten 15 Persönlichkeiten. VSETH-Präsidentin Gaby Blatter betonte, dass die Auszeichnung zeige, „dass an der ETH nicht nur exzellente Forschung betrieben, sondern auch Lehre auf höchsten Niveau geboten wird.“ Den mit 10'000 Franken dotierten „Credit Suisse Award For Best Teaching“ erhielt mit Professor Otto Künzle vom ETH-Institut für Hochbautechnik ein äussert profilierte Lehrerpersönlichkeit: Bereits zwei Mal wurde er innerhalb des Departements Architektur zum besten Dozenten erkoren.

 
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